Was wir aus unserer Geschichte mit Prostatakrebs gelernt haben
Die Roth-Zwillinge (Uli und Michael Roth)
Wir waren unser Leben lang davon überzeugt, dass uns so schnell nichts aus der Bahn werfen kann. Leistungssport, unzählige Länderspiele, Olympische Spiele – unser Körper war unser Kapital. Wir waren fit, diszipliniert und fühlten uns gesund. Krebs? Das war etwas, das anderen passierte.
Bis zu diesem Tag.
Am 16. April 2009 erhielt Michael das Ergebnis seines PSA-Tests. Der Wert war alarmierend, der Verdacht auf Prostatakrebs bestätigte sich. Ausgerechnet am 14. Geburtstag seiner Tochter. Während die Familie feierte, versuchte Michael, sich nichts anmerken zu lassen. Innerlich brach für uns eine Welt zusammen.
Nur sechs Wochen später erhielt Uli dieselbe Diagnose.
Plötzlich waren wir nicht mehr nur die Roth-Zwillinge, die viele aus dem Handball kennen. Wir waren zwei Brüder, die dieselbe Krankheit bewältigen mussten. Von einem Moment auf den anderen standen Angst, Unsicherheit und Fragen im Raum, auf die niemand vorbereitet war.
Dabei hatten wir uns unser Leben lang stark gefühlt.
Viele kennen uns noch aus unserer Zeit als Handballnationalspieler. Gemeinsam durften wir große Erfolge feiern – Deutsche Meisterschaften, zahlreiche Länderspiele und die olympische Silbermedaille 1984 in Los Angeles. Nach unserer aktiven Karriere gingen wir beruflich unterschiedliche Wege, doch eines blieb gleich: Wir standen mitten im Leben, waren voller Energie und glaubten, unsere Gesundheit fest im Griff zu haben.
Genau das macht Prostatakrebs so tückisch.
Die Erkrankung verursacht häufig über lange Zeit keine Beschwerden. Auch wir fühlten uns vollkommen gesund und hatten keinen Grund zu glauben, dass etwas nicht stimmt. Hätten wir die regelmäßige Vorsorge nicht ernst genommen, wäre der Krebs wahrscheinlich erst deutlich später entdeckt worden – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen. Denn je weiter die Erkrankung fortschreitet, desto belastender kann die Behandlung werden und desto größer ist das Risiko, dass dauerhaft Inkontinenz oder Impotenz auftreten. Die frühe Diagnose hat uns die Chance auf eine schonende Behandlung eröffnet – und dafür sind wir bis heute unendlich dankbar.
Trotzdem traf uns die Diagnose mit voller Wucht.
Jeder von uns fand seinen eigenen Weg, mit der Angst umzugehen.
Michael zog sich zunächst zurück. Er kündigte seinen Job und verbrachte Tage damit, über die Zukunft nachzudenken. Uli reagierte genau gegensätzlich und stürzte sich noch stärker in die Arbeit, um den Gedanken möglichst keinen Raum zu geben. Doch egal, wie unterschiedlich wir reagierten – uns beschäftigten dieselben Fragen: Werden wir wieder gesund? Wie wird unser Leben nach der Operation aussehen? Was bedeutet die Erkrankung für Kontinenz, Potenz und unsere Zukunft als Männer?
Heute wissen wir: Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, um mit einer solchen Diagnose umzugehen.
Was uns jedoch am meisten belastete, war das Schweigen.
Aus Rücksicht auf unsere Familie – unsere Mutter kämpfte zur gleichen Zeit ebenfalls gegen eine Krebserkrankung – sprachen wir zunächst kaum mit anderen über unsere Diagnose. Rückblickend waren genau diese Wochen die schwersten. Die Angst wurde größer, weil wir sie mit uns selbst ausmachten.
Erst als wir uns öffneten, änderte sich etwas.
„Die Diagnose hat uns damals wie der Blitz getroffen. Und natürlich überdenkt man in einem solchen Moment sein Leben neu. Man kommt zum Kern, zur Quintessenz.“
– Uli Roth
[bimg: https://cdn.shopify.com/s/files/1/0580/5309/9674/files/DSC01658_1.jpg?v=1786100456 | Michael und Uli Roth]
Zunächst gegenüber unserer Familie und engen Freunden. Später auch öffentlich. Die Reaktionen haben uns tief bewegt. Statt Mitleid erfuhren wir Verständnis, Zuspruch und Dankbarkeit. Viele Männer erzählten uns zum ersten Mal ihre eigene Geschichte oder berichteten, dass sie nach unseren Interviews selbst einen Termin zur Vorsorge vereinbart hatten.
In diesem Moment wurde uns klar: Über Prostatakrebs zu sprechen kostet Mut. Aber Schweigen kostet manchmal weit mehr.
Seitdem verstehen wir Stärke anders als früher.
Stärke bedeutet nicht, unverwundbar zu sein. Stärke bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für die eigene Gesundheit und für die Menschen, die einen lieben.
Warum Vorsorge Leben retten kann
Wenn wir heute auf diese Zeit zurückblicken, wird uns eines besonders bewusst: Unsere Geschichte hätte auch ganz anders ausgehen können.
Der entscheidende Unterschied war, dass wir uns regelmäßig untersuchen ließen. Unser Vater war bereits an Prostatakrebs erkrankt. Deshalb gehört der jährliche PSA-Test für uns seit unserem 40. Lebensjahr ganz selbstverständlich dazu. Damals war das reine Vorsicht. Heute wissen wir: Genau diese Entscheidung hat uns wahrscheinlich das Leben gerettet.
Denn wir hatten keinerlei Beschwerden.
Kein Schmerz. Keine Warnsignale. Nichts, was uns hätte vermuten lassen, dass etwas nicht stimmt. Gerade deshalb ist Prostatakrebs so gefährlich. Viele Männer fühlen sich gesund und verschieben die Vorsorge immer wieder – oft so lange, bis die Krankheit bereits fortgeschritten ist.
Bei uns war das anders.
Durch die frühe Diagnose konnten wir beide nervenschonend operiert werden. Das erhöht die Chancen, Kontinenz und Potenz zu erhalten und den Krebs vollständig zu entfernen. Fünf Jahre später galten wir als krebsfrei. Dafür sind wir bis heute unendlich dankbar.
Diese Erfahrung hat unseren Blick auf das Leben grundlegend verändert.
Früher dachten wir oft, Leistung sei alles. Immer unterwegs, immer beschäftigt, immer das nächste Ziel vor Augen. Heute wissen wir, dass Gesundheit die Grundlage für alles andere ist.
Wir leben bewusster. Bewegung gehört nach wie vor zu unserem Alltag – allerdings nicht mehr, um Höchstleistungen zu erzielen, sondern um unserem Körper etwas Gutes zu tun. Wir genießen die Zeit mit unseren Familien, freuen uns über die kleinen Momente und nehmen uns bewusst Auszeiten. Dinge, die früher selbstverständlich erschienen, haben heute einen ganz anderen Wert.
Vor allem aber haben wir gelernt, Verantwortung für uns selbst zu übernehmen.
Dazu gehört auch, offen über Themen zu sprechen, die vielen Männern unangenehm sind. Über Prostata. Über Inkontinenz. Über Potenz. Über Ängste. Denn genau dieses Schweigen hält viele davon ab, rechtzeitig Hilfe zu suchen.
Wir möchten jedem Mann Mut machen: Der Gang zum Urologen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist eine Entscheidung für das Leben. Für die eigene Zukunft. Und für die Menschen, die einen lieben.
„Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz der Angst zu handeln."
– Michael Roth
Verantwortung endet nicht bei der Vorsorge
Unsere Diagnose hat uns eines ganz deutlich gezeigt: Gesundheit ist nichts, worum man sich erst kümmert, wenn etwas nicht stimmt. Sie entsteht durch die Entscheidungen, die wir jeden Tag treffen.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen gehören genauso dazu wie Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Erholung und ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper. All diese Bausteine greifen ineinander – und genau deshalb beschäftigen wir uns bis heute intensiv mit dem Thema Männergesundheit.
„Selbstfürsorge ist keine Eitelkeit. Sie ist Verantwortung – für sich selbst, für den Partner, für die Kinder, für die Menschen, die einen lieben."
– Michael und Uli Roth
Aus dieser Überzeugung heraus haben wir gemeinsam mit ESSENZ das Roth Bundle entwickelt. Es vereint drei aufeinander abgestimmte Produkte, die Männer dabei unterstützen sollen, ihre Gesundheit ganzheitlich im Blick zu behalten.
Prosta Vit unterstützt die Prostata mit bewährten Inhaltsstoffen wie Kürbiskern- und Sägepalmenextrakt sowie Zink – eine sinnvolle Ergänzung für Männer, die ihre Prostatagesundheit aktiv unterstützen möchten.
Libido enthält ausgewählte Pflanzenextrakte und Mikronährstoffe zur Unterstützung der männlichen Vitalität. Denn wer sich körperlich wohlfühlt, bleibt häufig auch aktiver, belastbarer und leistungsfähiger – Eigenschaften, die eng mit dem persönlichen Wohlbefinden verbunden sind.
Hepa ergänzt das Konzept mit Inhaltsstoffen wie Mariendistel, Artischocke und Cholin zur Unterstützung der normalen Leberfunktion. Eine gesunde Leber spielt eine wichtige Rolle für den Stoffwechsel und trägt dazu bei, dass der Körper Nährstoffe optimal verwerten kann.
Natürlich ersetzt kein Nahrungsergänzungsmittel einen gesunden Lebensstil oder die regelmäßige Vorsorge beim Urologen. Das Roth Bundle verstehen wir vielmehr als einen Baustein eines ganzheitlichen Konzepts – entwickelt aus unseren persönlichen Erfahrungen und unserem Wunsch heraus, andere Männer dabei zu unterstützen, früh Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen und die zweite Halbzeit vollends genießen zu können.
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Wenn unsere Geschichte euch eines mit auf den Weg geben soll, dann dies: Wartet nicht, bis euer Körper euch dazu zwingt, hinzusehen. Geht zur Vorsorge. Hört auf euren Körper. Trefft bewusste Entscheidungen – für euch selbst und für die Menschen, die euch lieben.
Übernehmt Verantwortung für eure Gesundheit. Denn sie ist das Wertvollste, was ihr habt. Und dieses eine Leben gibt es nur einmal.
Uli und Michael Roth engagieren sich seit ihrer eigenen Erkrankung für die Initiative „Gemeinsam gegen Krebs“ und haben zwei Bücher über ihre Geschichte veröffentlicht: „Unser Leben – unsere Krankheit“ (2009) und „Hurra, dass wir noch leben!“ (2020).