Vitamin B6 wird gegen Beschwerden vor der Periode, gegen Schwangerschaftsübelkeit, Hautkrankheiten, Depressionen, Husten und gegen Reisekrankheit eingesetzt.

Drei chemisch eng verwandte Stoffe werden gemeinsam als Vitamin B6, auch Pyridoxin, bezeichnet.

Was bewirkt Vitamin B6

Vitamin B6 ist ein wichtiger Bestandteil der Enzyme, die den Eiweißstoffwechsel im Körper steuern.

  • Es wird benötigt, wenn Energiereserven (Glukogen) in Zucker umgebaut werden, um so Energie bereitzustellen.
  • An der Bildung von Gallensäure (zur Fettverdauung) und einigen Gewebshormonen ist Vitamin B6 ebenfalls beteiligt.
  • Für die Produktion der roten Blutkörperchen ist Vitamin B6 unerlässlich.
  • Zusätzlich unterstützt es unser Immunsystem.
  • In den Arterien hilft Vitamin B6 beim Abbau eines Stoffwechselproduktes, der Aminosäure Homocystein. Diese Aminosäure schädigt die Arterienwände und begünstigt somit deren Verhärtung und Verengung, was in weiterer Folge zu einem Herzinfarkt führen könnte.
  • Neben Folsäure ist Vitamin B6 ein wichtiges Vitamin für die Entwicklung des Fötus während der Schwangerschaft.
  • Bei Kindern und Jugendlichen sorgt es, ähnlich wie Vitamin A und Niacin, für einen normalen Wachstumsprozess, indem es die Spezialisierung und Teilung der Zellen steuert.
  • Vitamin B6 wirkt im Nervensystem als Botenstoff, wobei es die Impulse zwischen Nervenzellen vermittelt.

Wie viel Vitamin B6

Der tägliche Bedarf ist 1,6 – 1,8 mg.

Zu wenig Vitamin B6

Eine leichte Unterversorgung mit Vitamin B6 kommt recht häufig vor.

Sie äußert sich in:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Niedergeschlagenheit
  • schlechter Haut
  • wunden Mundwinkeln
  • erhöhter Infektionsanfälligkeit
  • Vitamin B6-Mangel gilt auch als eine mögliche Ursache für das Prämenstruelle Syndrom.
  • Bei schwerem Mangel kann es zu Funktionsstörungen der Leber und des Nervensystems kommen.

Einen höheren Bedarf an Vitamin B6 haben Schwangere, stillende Frauen und Frauen, die die Pille nehmen. Patienten mit großflächigen Verbrennungen und bei der Einnahme bestimmter Medikamente (Chemotherapeutika, Immunsuppressiva) sowie Raucher brauchen auch eine höhere Dosis.

Zu viel Vitamin B6

Obwohl Vitamin B6 wasserlöslich ist, können hohe Dosen ab 500 mg täglich, über längere Zeit eingenommen, Nervenschäden hervorrufen.

Sie äußern sich als Taubheits- oder Kribbelgefühl an Armen und Beinen und können sich bis zu Lähmungserscheinungen steigern.

Wo ist Vitamin B6 enthalten

In Bierhefe, Flusskrebs, Hummer, Fisch, Fleisch, Samen und Nüssen, Vollkorngetreide, Honigmelone, Banane, Eigelb, Camembert, Linsen, Zucchini, Broccoli, Lauch, Karotten, Paprika (grün, gelb), Feldsalat, Grünkohl, Karfiol, Rosenkohl, Sauerkraut, Spinat.