Stress und HektikSprichwörter wie „das schlägt mir auf den Magen“ oder „ich habe vor Aufregung Schmetterlinge im Bauch“ kommen nicht von ungefähr. Unser Gefühlsleben wirkt sich auf unsere Verdauungsorgane aus und umgekehrt.

Stress und Hektik können zu körperlichen Beschwerden und sogar zu chronischen Schmerzen führe. Wenn wir also Psyche und Nerven stärken, hat dies auch positive Effekte auf unseren Darm und andere Körperfunktionen. Aber wie können wir das in einem Alltag, in dem wir quasi unter Dauerdruck stehen am besten bewerkstelligen?

  • Bewusst entspannen. Da wir Stress nicht immer aus dem Weg gehen können, ist es umso wichtiger, dass wir uns auch regelmäßig bewusste Auszeiten nehmen. In diesen können wir unsere Nerven beruhigen und mal richtig abschalten. Sie können allerdings für jeden anders aussehen. Haben Sie ein Hobby, bei dem Sie sich so richtig gut entspannen können? Sehr gut! Dann ist das vielleicht schon Ihr persönliches Entspannungsritual. Auch autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Yoga sind durchaus beliebt. Sie werden auch häufig im Rahmen einer Therapie bei posttraumatischen Belastungsstörungen eingesetzt. In speziellen Kursen dreht sich alles um Übungen, durch die Sie Ihre Nerven beruhigen können. Natürlich können Sie auch einfach bei einem schönen Schaumbad mit Kerzenlicht und Ihrer Lieblingsmusik entspannen. Wichtig ist, dass Sie etwas finden, das für Sie funktioniert.
  • Setzen Sie Prioritäten.Wenn Sie ständig unter Leistungsdruck stehen, weil Sie in allen Bereichen nach Perfektion streben, wird sich das früher oder später ebenfalls auf Ihre Psychische Gesundheit auswirken. Die körperlichen Beschwerden sind dann vorprogrammiert. Überlegen Sie deshalb, was Ihnen im Moment am wichtigsten ist und stellen Sie weniger Wichtiges erstmal hinten an. Keiner von uns ist perfekt und die Welt wird nicht gleich untergehen, nur weil Sie die Wohnung mal nicht gesaugt haben.
  • Bewegung an der frischen Luft.Bewegung an der frischen Luft kann wahre Wunder wirken. Dabei muss es auch nicht gleich eine besondere sportliche Betätigung sein. Ein ruhiger Waldspaziergang zum Beispiel ist wirksam gegen innere Unruhe und eignet sich so sehr gut, um die Nerven zu beruhigen. Auch wenn das Wetter eigentlich eher dazu einlädt, auf dem Sofa zu bleiben, sollten Sie wenigstens 30 Minuten nach draußen gehen. Sorgen Sie dafür, dass Sie etwas Bewegung bekommen. Sie werden selbst merken, wie gut Ihnen das tut. Dabei schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Sie bauen nicht nur Stress ab, sondern bringen gleichzeitig auch einen trägen Darm wieder in Schwung. Regelmäßige sportliche Betätigung wird auch bei den chronischen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa empfohlen und kann sogar das Darmkrebsrisiko um 50 Prozent senken.

Stress reduzieren durch Nervennahrung

Neben oben genannten Optionen, um Psyche und Nerven zu stärken, kann auch die richtige Ernährung viel ausrichten. Gerade in Stresssituationen, die Ihnen viel abverlangen, ist es wichtig, Ihren Körper mit den richtigen Nährstoffen zu versorgen.

Viel frisches Gemüse, sowie auch gutes Fleisch und Fisch sollten auf Ihrem Speiseplan stehen. Omega-3-Fettsäuren sind dafür bekannt, dass sie für gute Nerven sorgen. Diese finden Sie zum Beispiel in Leinsamen- und Sesamöl aber auch in Lachs und Walnüssen.

Darüber hinaus gibt es auch einige Hausmittel, die häufig auf die Frage „Wie kann ich meine Nerven stärken?“ empfohlen werden. Dies sind:

  • Süßkartoffeln
  • Amaranth
  • Quinoa
  • Grüner Tee (bitte nicht aus Japan, da der eine hohe Strahlenbelastung aufweisen kann)
  • dunkle Schokolade
  • Smoothies

In Stresssituationen haben Sie meist einen erhöhten Bedarf an bestimmten Vitaminen. Um optimal versorgt zu sein, können Sie auch auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.

Ein großes Sortiment davon finden Sie in unserer Online Apotheke. Diese Vitamine sind besonders gut für starke Nerven:

  • Vitamin B12 schenkt Ihnen körperliche und geistige Energie.
  • Vitamin B6 sorgt für Ausgeglichenheit und ist an der Produktion von Serotonin beteiligt.
  • Vitamin B1 ist wichtig für die Bildung von Botenstoffen im Nervensystem und ist ebenfalls wirksam gegen innere Unruhe.

Der Zusammenhang von Darm und Psyche

Eine häufig gestellte Frage in der Medizin ist: Was macht die Psyche mit dem Körper? Mittlerweile ist bekannt, dass psychische Probleme oft auch mit körperlichen Beschwerden einhergehen. Gerade die Auswirkungen auf den Darmtrakt sind in der Wissenschaft schon lange Zeit bekannt. Seit ca. zehn Jahren widmet sich die Forschung jetzt konkret der Kommunikation zwischen Darum und Gehirn.

Wie genau diese abläuft, ist aber noch nicht bekannt. Nicht nur die Psyche schlägt auf den Darm, sondern auch der Darm kann eine psychosomatische Erkrankung auslösen. Häufig gibt es dafür nämlich schon eine genetische Veranlagung. Kommen dann noch ungünstige Lebensumstände mit Stress und ungesunder Ernährung dazu, kann dies krank machen. Eine gesunde Kost und eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen sind also in jedem Fall das A und O.

Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa – Psychosomatische Erkrankungen?

Diese chronisch entzündlichen Darmerkrankungen sind für die Betroffenen sehr belastend, da sie mit starken Schmerzen einhergehen können. Auch das soziale Leben beeinflussen sie häufig. Allerdings konnten Wissenschaftler bisher keinen konkreten Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit und den Erkrankungen nachweisen. Beide sind komplex und auch genetisch bedingt. Betroffene berichten aber, dass sich Stress oder belastende Ereignisse negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken können.

Liegt das Problem nun im Darm oder im Gehirn?

Wie aus dem oben genannten bereits hervorgeht, bedingt sich beides häufig gegenseitig. Leiden Sie unter Verdauungsbeschwerden, muss nicht immer eine organische Ursache dahinterstecken. Sind Sie vielleicht ständig krank und sind deshalb in Ihrem Alltag eingeschränkt? Fragen Sie sich, ob Sie momentan vielleicht einer besonders belastenden Situation ausgesetzt sind.

Könnten Ihre Probleme vielleicht daraus resultieren? Verstopfung, Durchfall und Magenschmerzen gehören oft zu einer akuten Belastungsreaktion des Körpers. Ihr erster Schritt sollte also sein, bewusst Stress zu reduzieren und Ihre Ernährung umzustellen. Bemerken Sie allerdings keine Verbesserung oder leiden Sie unter akuten Schmerzen, sollten Sie in jedem Fall von einem Mediziner abklären lassen, ob es nicht doch eine körperliche Ursache dafür gibt.