Warum ist Eisen so wichtigEisen ist ein Spurenelement und an vielen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt.

Da es ein wichtiger Bestandteil des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin ist, ist Eisen am Sauerstofftransport im Blut und damit an der Versorgung unserer Körperzellen mit Sauerstoff beteiligt.

Außerdem ist Eisen wichtig, um Sauerstoff in der Muskulatur zu speichern, unterstützt die Funktion vieler verschiedener Stoffwechselprozesse und vieler Enzyme.

Durchschnittlich enthält unser Körper 4-5 g Eisen. Der größte Teil davon, ca. 65%, befindet sich im Hämoglobin der roten Blutkörperchen, etwa 20% als Speicher-Eisen (Ferritin) in den Leberzellen und im Bindegewebe.

Da Eisen für so viele Funktionen im Körper unerlässlich ist, sollten unsere Zellen immer ausreichend mit Eisen versorgt werden. Der Körper kann Eisen nicht selbst produzieren und ist auf eine ausreichende Versorgung über die Ernährung angewiesen.

Der menschliche Organismus kann Eisen aber auch extrem effizient wiederverwerten.

Etwa 90% des täglichen Eisenverbrauchs stammen aus vom Körper wiederverwertetem Eisen, vor allem aus dem Abbau roter Blutkörperchen.

Folgen von Eisenmangel

Die Eisenunterversorgung ist weltweit der häufigste Nährstoffmangel.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind ca. 2 Milliarden Menschen mit Eisen unterversorgt. In den Industrieländern sind es vor allem Schwangere und Kinder, die einen zu niedrigen Eisenspiegel aufweisen.

Zu wenig Eisen im Organismus kann zu Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Schlafstörungen, chronischer Müdigkeit, aber auch zu brüchigen Nägeln, dem Restless-Legs-Syndrom und offenen Mundwinkeln führen.

Je nachdem, wie schwerwiegend der Eisenmangel ist, können auch zusätzliche Symptome einer Anämie (Blutarmut) auftreten - wie etwa blasse Haut und Schleimhäute sowie allgemeine Leistungsschwäche.

Vor allem Frauen leiden aufgrund des monatlichen Blutverlusts durch die Menstruation häufiger an Eisenmangel.

Aber auch in der Schwangerschaft, bei Sportlern oder bei Kindern im Wachstum kann es öfter zu einem Mangel an Eisen kommen.

Was tun bei Eisenmangel?

Fast alle Lebensmittel enthalten Eisen, so auch pflanzliche Lebensmittel wie z.B. ölhaltige Samen und Kerne (Kürbiskerne, Lein- und Sesamsamen), Hülsenfrüchte (Soja, Linsen), Amaranth, Quinoa, Hirse und Hafer sowie grünes Gemüse.

Sie enthalten pro 100 g sogar mehr Eisen als Fleisch, das allgemein als besonders guter Eisenlieferant gilt. Das Eisen aus den pflanzlichen Lebensmitteln kann der Körper leider nicht so gut aufnehmen wie Eisen aus Fleisch und Fisch. Aber bereits geringste Mengen an Vitamin C oder Zitronensäure in Obst und Gemüse oder Milchsäure im Sauerkraut steigern die Eisenresorption enorm.

Andererseits erschweren z.B. Kaffee, Schwarztee und Wein die Eisenaufnahme. Durch kluges Kombinieren der Lebensmittel lässt sich die Verfügbarkeit von Eisen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln auf einfache Art verbessern.

Wenn man sich, trotz aller Umsicht bei der Zusammenstellung des Speiseplans, stets müde und abgeschlagen fühlt oder wenn der Eisenbedarf z.B. während einer Schwangerschaft oder im Wachstum höher ist, dann kann man mit einem eisenhältigen Nahrungsergänzungsmittel Abhilfe schaffen.