UbergewichtÜbergewicht ist in der Tat ein Problem unserer Zeit.

Der leichte und problemlose Zugang zu allen Lebensmitteln, gepaart mit hochtechnisierten Arbeitsplätzen, die zum Sitzen zwingen, liefern leider "ideale" Voraussetzungen für das Entstehen von Übergewicht. Stark vereinfacht kann man sagen, dass wir weniger Kalorien brauchen, als wir zu uns nehmen. Diese überschüssigen Kalorien werden dann hauptsächlich in Fettzellen abgelagert - wir nehmen zu.

Das international anerkannte Maß für den Grad der Fettleibigkeit ist der sog. body mass index - BMI.

Der BMI setzt das Körpergewicht in eine Beziehung zur Körpergröße. Ist der BMI unter 25, spricht man von Normalgewicht, von 25 bis 29,9 von Übergewicht und ab einem BMI von 30 von Fettleibigkeit ("Adipositas").

Er wird errechnet nach der Formel: Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße in Meter. Sie haben, so wie der Autor 75 kg und sind nur 176 cm groß. Der BMI wird berechnet: 75 durch 1,76x1,76 ergibt einen BMI von 24,2. Uffffff, gerade noch normalgewichtig, aber haarscharf und eigentlich auch schon zu schwer.

Ungefähr 8,5% der Österreicher, so schätzt man, haben einen BMI über 30, sind also fettleibig. Zusätzlich ist in Österreich ein deutliches Ost/Westgefälle zu bemerken, d.h. gerade bei uns in Ostösterreich sind mehr Mitbürger übergewichtig als in den westlichen Bundesländern.

Viele unserer Landsleute leiden an ihrem Übergewicht (und kämpfen dagegen). Schon eine Verminderung des Körpergewichtes um 5 - 10% vom Ausgangswert verbessert die Werte von Blutfetten, Blutdruck und Blutzucker. Vom seelischen Hochgefühl wollen wir ja gar nicht reden.

Man sollte davon ausgehen, dass man für eine Gewichtsreduktion um 10kg, wenn sie nachhaltig sein soll, mindestens 4 bis 6 Monate braucht. Drum ist es besser, sich Ziele zu setzen, die realistisch sind (Faustregel: maximal 1/2kg pro Woche).

Dabei soll auch immer eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten im Vordergrund stehen. Zusätzlich sollte man auch darauf achten, möglichst viel Bewegung zu machen. Das erhöht den Kalorienverbrauch. Dabei darf man sich nicht überanstrengen, ein wenig schwitzen sollte man aber schon.

Zahlen und Fakten zum Übergewicht

Einige interessante, lehrreiche und wichtige Fakten rund ums Übergewicht.

  • Übergewicht ist, neben dem Rauchen, Ursache Nr.1 für viele chronische Erkrankungen
  • im Durchschnitt bräuchten wir ca. 2300 kcal täglich; übrigens ist dieser Wert durch mangelnde körperliche Tätigkeit in den letzten 25 Jahren um ca. 25% (das sind ca. 550 – 750 kcal) zurückgegangen
  • in Österreich sind ca. 600.000 Personen stark übergewichtig, sie haben einen BMI über 30
  • die Anzahl der Übergewichtigen hat sich in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt
  • 17% der normalgewichtigen Mitbürger leiden an zu hohem Blutdruck, bei den Übergewichtigen haben jedoch 36% Blutdruckprobleme; d.h. die Wahrscheinlichkeit für Blutdruckprobleme und all seine Folgen sind bei einem Übergewichtigen verdoppelt
  • 1g Fett liefert 9,3 kcal; 1g Eiweiß liefert 4,1 kcal; 1g Kohlehydrate liefert 4,1 kcal; 1g Alkohol liefert 7,1 kcal
  • Die gute Nachricht: Die meisten Personen mit Übergewicht essen gar nicht zu viel
  • Die schlechte Nachricht: Sie essen aber viel zu fettreich. Fett wird, im Gegensatz zu Eiweiß und Kohlehydraten, in Fettzellen gespeichert
  • Nicht nur weil´s besser schmeckt, wäre es wichtig, langsam zu essen – unser Magen braucht nämlich ca. 30 Minuten, bis er dem Körper ein Sättigungsgefühl vermitteln kann
  • um durch Bewegung wöchentlich 2000 kcal zu verbrauchen, muss man 6 mal pro Woche mindestens 30 Minuten zügig schwimmen oder laufen.

Abnehmen leichter gemacht

Abnehmen leichter gemachtWir leben im Zeitalter des Genusses – das Angebot an Nahrungsmitteln ist größer denn je. Besonders gefährlich sind Zeiten von Frust und Stress – dann neigen wir zum Überessen.

Wir essen zu viel, zu fett, zu süß und überhaupt das Falsche.

Das Wunschgewicht zu erreichen und dauerhaft zu halten ist nicht leicht. Einseitige, stark kalorienreduzierte und zeitlich befristete Diäten mit quälendem Sport, die auf einen möglichst schnellen Gewichtsverlust abzielen, sind sinnlos.

Da purzeln die Kilos zwar schnell, aber nach einer solchen Diät kann es passieren, dass man sogar mehr zunimmt als man überhaupt abgenommen hat.

Sie haben beschlossen Ihr Leben zu erleichtern

Das Wort „Diät“ bedeutet eigentlich „Lebensweise“. Das sagt schon, dass es um ganz etwas anderes geht, als schnell ein paar Kilos abzunehmen. So wie sich überflüssige Kilos ja auch nicht in einigen Tagen ansammeln, verschwinden sie auch nicht über Nacht.

Wer auf Dauer abnehmen will, muss sich mehr bewegen und gleichzeitig seine Ernährungsgewohnheiten umstellen.

Betrachten Sie den Entschluss erntshaft Abzunehmen nicht als einen unangenehmen Einschnitt in geliebte Gewohnheiten, sondern als Startschuss zu einem Lebensstil, der Ihr Leben in jeder Hinsicht erleichtern wird.

Gesund Abnehmen: Tipps für die Gewichtsreduktion

Der wichtigste Punkt ist die Umstellung Ihrer Ernährung auf eine kalorienreduzierte Mischkost. Führen Sie genau Buch über Ihre Ernährungsgewohnheiten. So decken Sie sofort Ihre Ernährungsfehler auf und können sie bewusst ändern.

Der größte Teil Ihrer Ernährung sollte aus ballaststoffreichen, komplexen Kohlenhydraten wie Kartoffeln und Getreideprodukte, Gemüse und Obst bestehen. Sie halten den Blutzuckerspiegel stabil. So verhindern Sie Heißhungerattacken. Zudem versorgen sie Ihren Körper mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Der Fettanteil Ihrer Ernährung sollte nicht mehr als 20-30% der Gesamtkalorienmenge ausmachen. Bevorzugen Sie natürliche Pflanzenöle wie Olivenöl und Distelöl. Sie liefern lebenswichtige einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Essen Sie fettarme Nahrungsmittel und achten Sie besonders auf die Art der Zubereitung: statt Back-, essen Sie lieber Grillhuhn, statt Pommes Frites, sollten Sie in der Schale gekochte Kartoffeln vorziehen.

Eiweiß wird für viele Körperfunktionen gebraucht. Eiweiß ist als Baustein für Zellen, Hormone und Enzyme unentbehrlich. Besonders hochwertiges pflanzliches Eiweiß liefern Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen.

Allgemeine Richtlinie

Bevor Sie essen, überlegen Sie „Bin ich wirklich hungrig oder habe ich nur Gusto auf etwas oder ist es der Ärger, den ich mit dem Essen hinunterschlucken will?“ oder „Lohnt es sich, dieser Versuchung nachzugeben?“ Wenn ja, dann genießen Sie Ihr Essen, ganz ohne schlechtes Gewissen.

Das Trinken

Trinken Sie 2 bis 3 Liter am Tag. Kalorienfreie Flüssigkeiten unterstützen die Gewichtsreduktion.

Besonders empfehlenswert sind Leitungswasser oder grüner Tee, dem, neben vielen positiven Wirkungen, auch eine fettspaltende Wirkung zugeschrieben wird.

Die Bewegung

Jede Form von Bewegung und sportlicher Aktivität unterstützt die Fettverbrennung.

Aber vergessen Sie schweißtreibende, verbissene Trainingsversuche. Ihr Bewegungsprogramm muss Spaß machen!

Nicht nur der Kalorienverbrauch macht Sport so wichtig.

Die körperliche Anstrengung regt den Stoffwechsel an und verhindert den Muskelabbau beim Abnehmen. Muskeln verbrennen auch im Ruhezustand mehr Energie als Fettpolster und das noch Stunden nach dem Training.

Mindestens 2 bis 3mal pro Woche 30 bis 45 Minuten sportliche Betätigung im „Wohlfühltempo“ bringt Körper und Seele in Form.

Vergessen Sie nicht: auch zügiges Putzen und Rasenmähen sind Heimtraining!

Ihr Zielgewicht

Realistische Ziele, vielleicht etappenweise, sind für die Motivation beim Abnehmen von entscheidender Bedeutung.

Änderung der Essgewohnheiten braucht seine Zeit. Niemand kann jahrelange Gewohnheiten einfach ausradieren.

Immer wieder wird der innere Schweinehund die besten Vorsätze besiegen. Plagen Sie sich nur nicht vom schlechten Gewissen, sondern denken Sie lieber „Jetzt erst recht!“ und machen Sie mit Ihren neuen Ernährungs- und Bewegungsprogramm weiter. Das Gefühl, trotz Fehltritt nicht aufzugeben, wird Ihr Selbstvertrauen stärken.

Damit Sie das erreichte Gewicht halten

Das erreichte Wunschgewicht dauerhaft zu halten ist das Schwierigste. Isst man während einer Diät sehr wenig, schaltet der Körper auf Sparflamme.

Der Grundumsatz sinkt und der Körper verbraucht einfach weniger. Dies ist ein Körpermechanismus, der in Zeiten mit zu wenig Nahrungsangebot ein wichtiger Faktor fürs Überleben war.

Beendet man eine Diät mit niedriger Energiezufuhr, stellt sich der Körper nicht sofort wieder um. Wer sein Ziel erreicht hat, sollte sich weiterhin bewusst und abwechslungsreich ernähren und nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.

Sie machen nicht nur Diät, sondern haben Ihre Ernährung für eine gesündere Zukunft umgestellt!