Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sind typische Begleitsymptome einer Erkältungskrankheit.

Die Schleimhaut im Rachen ist gerötet und angeschwollen. Es kratzt und brennt im Hals. Beim Schlucken tut´s weh. Manchmal ist man so heiser, dass man kaum sprechen kann. Die Ursachen für diese Beschwerden können sehr unterschiedlich sein.

Halsentzündung - Pharyngitis

Halsentzündung - PharyngitisEine Halsentzündung (Pharyngitis) kommt häufig gemeinsam mit einer Erkältungskrankheit.

Auch eine längerandauernde Nasennebenhöhlenentzündung kann sich auf den Rachen ausbreiten.

Lautes und langes Sprechen, Zigarettenrauch, Abgase sowie schleimhautreizende Stoffe können eine Infektion der Rachenschleimhaut begünstigen, weil eine vorgeschädigte Schleimhaut viel anfälliger für Krankheitserreger ist.

Bei einer Halsentzündung sind die oberen Teile des Rachens entzündet. Die Schleimhaut ist gereizt und gerötet. Die Erreger sind zumeist Viren.

Deshalb kann man zwar die Beschwerden lindern, der Infekt heilt aber von selbst. In seltenen Fällen können aber auch Streptokokken-Bakterien eine Rachenentzündung auslösen. Diese wird dann ihr Arzt mit einem Antibiotikum behandeln.

Mandelentzündung - Tonsillitis

Am Eingang zum Rachen liegen links und rechts die Gaumenmandeln. Sie gehören zum Immunsystem. In ihnen werden Abwehrzellen, sog. Lymphozyten, gebildet.

Entzündete Mandeln können ebenfalls die Ursache starker Halsschmerzen sein. Auch die Mandelentzündung (Tonsillitis) ist meist durch eine Virusinfektion bedingt. Eine virusbedingte Mandelentzündung heilt meist in ein bis drei Tagen. Bei einer Mandelentzündung schmerzt der Hals stark, das Schlucken tut sehr weh. Dazu kommen häufig Fieber und Kopfschmerzen.

Gelegentlich strahlen die Schmerzen bis in die Ohren oder Zähne aus.

Kehlkopfentzündung - Laryngitis

Im Rahmen einer Rachenentzündung sind manchmal auch die tieferen Teile des Rachens, der Kehlkopf und die Stimmbänder, betroffen.

Auch die Kehlkopfinfektion (Laryngitis) wird fast immer durch Viren hervorgerufen. Eine Laryngitis kann aber auch durch starke Beanspruchung der Stimme auftreten, sie ist z.B. eine typische Lehrererkrankung.

Bei der Kehlkopfentzündung schwillt die Schleimhaut des Kehlkopfes vor allem an den Stimmbändern. Man bekommt Atem- und Schluckbeschwerden. Man wird heiser und hat beim Sprechen starke Schmerzen.

Zusätzlich kann die Atmung durch zähen Schleim, der durch die engen Luftwege nicht mehr abgehustet werden kann, behindert sein. Auch die viral bedingte Kehlkopfentzündung klingt gewöhnlich ohne Behandlung in ein paar Tagen ab. Ihre unangenehmen Begleiterscheinungen können aber wirksam gelindert werden.

Tipps bei Halsschmerzen

  • halten Sie die Raumluft möglichst feucht und lüften Sie regelmäßig
  • halten Sie Ihren Hals mit einem Schal warm – die Wärme behindert die Viren bei ihrer Vermehrung
  • bei Kehlkopfentzündung sollte man, so gut es geht, die Stimme schonen
  • bei Heiserkeit hilft ein warmer Kartoffel- oder Zwiebelwickel
  • meiden Sie zusätzliche Reizungen der Schleimhäute durch Alkohol oder Rauchen
  • und trinken Sie viel - am besten warme Tees, wie Kamillen-, Käsepappel-Eibischtee - meiden Sie Fruchtsäfte, weil ihre Säure die Schleimhäute reizt
  • inhalieren Sie mit im heißen Wasser aufgelösten Salztabletten.

Heilmittel bei Halsschmerzen

Heilmittel bei HalsschmerzenMedikamente werden, gerade in der kalten Jahreszeit, sehr häufig in der Apotheke verlangt. Und das mit gutem Grund: Sie bringen meist rasche Linderung und v.a. Lutschtabletten sind praktisch in der Anwendung.

Diese Medikamente (z.B. Neo-Angin, Halset, Tantum-Verde, Hexoral, Limexx) oder unsere Hausspezialität Mag. Job´s Salbeihalspastillen sind allesamt desinfizierend. Sie machen den angesiedelten Keimen das Überleben schwer und verhindern ihre Vermehrung.

Manche dieser Medikamente enthalten auch einen lokal schmerzbetäubenden Wirkstoff, was zu einer sofortigen Linderung der Halsschmerzen und Schluckbeschwerden führt. Manche Patienten mögen diesen Effekt, manche nicht – bitte fragen Sie uns danach.

All diesen Halsschmerzen Präparaten gemeinsam ist auch, dass sie den Speichelfluss anregen. Das unterstützt die Wirkung, weil die Schleimhäute im Hals- und Rachenraum sozusagen mit dem Speichel gespült und von den Erregerkeimen gereinigt werden.

Natürliche Heilmittel bei Halsschmerzen

Ätherische Öle

Kopfdampfbäder mit Manuka- oder Teebaumöl lindern den Schmerz und machen den Kopf wieder frei. Sie eignen sich auch zum Gurgeln. Geben Sie in ein Glas Wasser eine Prise Salz und 2 Tropfen ätherisches Öl.

Hausmittel

Kalte Halswickel mit Wasser oder Topfen können sehr wohltuend sein – wenn Sie es aber lieber warm haben, können Sie auch einen warmen Halswickel mit Heilerde machen.

Heilpflanzen

  • spülen oder gurgeln Sie möglichst oft mit Salzwasser oder mit Heilkräutern wie Eibisch, Salbei oder Spitzwegerich
  • Inhalationen mit Kamille oder Salbei wirken entzündungshemmend
  • Bonbons mit Heilkräutern (Salbei oder Isländisches Moos, z.B. unsere Mag. Job´s Salbeihalspastillen und salzhältige Lutschpastillen (z.B. die altbekannten Emser Salzpastillen) sorgen für verstärkte Speichelbildung – durch sie wird der Rachen befeuchtet und die Keime werden regelrecht weggespült.

Homöopathie

Mit homöopathischen Mitteln kann man bei Halsschmerzen viel erreichen:

  • bei Halsentzündung: Aconitum, Apis, Belladonna, Causticum, Guajacum oder Mercurius solubilis
  • bei Mandelentzündung: Apis, Belladonna oder Hepar sulfuris
  • bei Kehlkopfentzündung: Ammonium carbonicum, Belladonna, Causticum, Drosera, Phytolacca, Spongia oder Sulfur
  • Similasan Komplexmittel gegen Halsschmerzen.

Schüssler-Salze

Auch mit Schüssler-Salzen kann man Halsschmerzen behandeln:

  • bei Halsentzündung: Nr.3 Ferrum phosphoricum, Nr.4 Kalium chloratum, Nr.6 Kalium sulfuricum, Nr.8 Natrium chloratum oder Nr.10 Natrium sulfuricum
  • bei Mandelentzündung: Nr.3 Ferrum phosphoricum, Nr.11 Silicea oder Nr.12 Calcium sulfuricum
  • bei Kehlkopfentzündung: Nr.3 Ferrum phosphoricum, Nr.6 Kalium sulfuricum, Nr.9 Natrium phosphoricum oder Nr.11 Silicea.