Magnesium und Rosenwurz = Power für den TagMagnesium ist wesentlich für zahlreiche Stoffwechselprozesse im Körper. So steuert es zum Beispiel die Informationsübertragung von den Nerven auf die Muskulatur.

Zudem kann die ausreichende Versorgung mit Magnesium Verspannungen der Muskeln vorbeugen und die Belastungstoleranz erhöhen.

Auch am Aufbau von Knochen, Zähnen und Sehnen ist Magnesium beteiligt. Durch die Hemmung der Blutgerinnung schützt es vor Thrombose und Herzinfarkt.

Zudem ist Magnesium hilfreich, wenn es darum geht, Verkrampfungen, Gereiztheit oder Krämpfe zu lösen und zu lindern. Es ist für etwa 300 Enzymreaktionen verantwortlich und überall im Gewebe zu finden.

Wieviel Magnesium benötigt unser Körper?

Ein Erwachsener sollte täglich zwischen 300 und 350 mg Magnesium zu sich nehmen, Kinder je nach Alter zwischen 120 und 250 mg.

Schwangere und stillende Frauen, Personen mit Magen-Darmkrankheiten, Menschen mit Schilddrüsen- oder Nebenschilddrüsenerkrankungen haben einen erhöhten Magnesiumbedarf.

Woran erkennt man einen Magnesiummangel?

Ein Magnesiummangel kann sich auf viele verschiedene Arten bemerkbar machen. Unter anderem kann er zu Schwindel, Benommenheit, Gewichtsabnahme und Muskelkrämpfen führen.

Auch Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Angstzustände, Herzrasen, Verstopfung, Migräne, Bluthochdruck, Regelkrämpfe, Schwierigkeiten beim Schlucken oder Lärmempfindlichkeit können Anzeichen für einen Magnesiummangel sein.

Eine Überversorgung mit Magnesium ist nicht zu befürchten, da der Körper überflüssiges Magnesium einfach wieder ausscheidet.

Ein eventueller Mangel an Magnesium ist jedoch ein weit verbreitetes Problem. Ein Grund dafür ist unter anderem unsere Ernährung. Viele Menschen ernähren sich von industriell verarbeiteten und raffinierten Nahrungsmitteln, die zumeist kein Magnesium enthalten.

Magnesium kommt natürlich in Nüssen, Samen, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Bierhefe, Brombeeren, Bananen und grünem Gemüse vor. Oft stehen diese Lebensmittel einfach zu selten auf dem Speiseplan, um unseren Körper ausreichend mit diesem wichtigen Nährstoff zu versorgen.

Zudem sollte man den Genuss von Kaffee, Cola, Salz, Zucker und Alkohol einschränken. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist auch dann sinnvoll, wenn man noch andere Medikamente einnimmt, die unter Umständen zu einem Magnesiumverlust führen könnten.

Auch fett- und eiweißreiche Ernährung sowie Schlankheitsdiäten führen zu einem höheren Magnesiumbedarf.

Rhodiola oder Rosenwurz

Unser moderner Lebensstil bringt es mit sich, dass wir ständig den verschiedensten Stressfaktoren, wie etwa die Herausforderungen des Berufslebens, Hausarbeit, Kindererziehung, Studium oder sogar Freizeitstress ausgesetzt sind.

In kleineren Dosen kann Stress sogar helfen, das Leistungsvermögen zu steigern. Doch dauernder Stress ohne Erholungsphasen verbraucht unsere Energiereserven, erschöpft uns und leert die körpereigenen Batterien.

Wie hilft Rosenwurz?

Rosenwurz ist eine Gebirgspflanze, die zur Familie der Dickblattgewächse gehört. Sie wächst auf den kargen Böden in den Gebirgsregionen Europas, Asiens und Nordamerikas bis in Höhen von 4.500 m.

Aus dem knollenartigen Wurzelstock der Rhodiola roseawachsen bis zu 70 cm hohe Stiele mit blaugrünen, fleischigen Blättern. Rosenwurz blüht von Mai bis August leuchtend gelb, gelbgrün und rot.

In Russlands Volksmedizin und den Ländern Skandinaviens wurde Rhodiola schon über viele Jahrhunderte zur allgemeinen Stärkung empfohlen. Außerdem wurde dort Rhodiola als Mittel zur Blutstillung verwendet.

Angeblich sind auch die russischen Kosmonauten dank Rhodiola mit den psychischen und physischen Anforderungen bei ihren Weltraumexpeditionen bedeutend besser zurecht gekommen.

Und auch Sportler, die an olympischen Spielen teilnahmen, haben Rosenwurz eingenommen, um ihre Leistungs- und Widerstandsfähigkeit zu verbessern.

Rosenwurz bekämpft Prüfungsstress

Bei uns war Rosenwurz noch bis vor kurzem relativ unbekannt. Erst neuere Forschungsergebnisse russischer und skandinavischer Wissenschaftler haben das Interesse an Rhodiola geweckt.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie mit Studenten hat dabei hochinteressante Resultate erbracht. Studenten, die während der Vorbereitungsphase auf Prüfungen Rosenwurz gegen den Prüfungsstress regelmäßig eingenommen haben, erwiesen sich bei der Prüfung sowohl körperlich als auch geistig leistungsfähiger als die Studenten der Gruppe, die nur ein Placebo bekommen hatte.

Man schließt daraus, dass der wirkungsvolle Extrakt aus den nach Rosen duftenden Wurzeln der Pflanze, die Konzentrationsfähigkeit fördert und die Denk- und Merkfähigkeit deutlich erhöht.

Studien zufolge regen die Inhaltsstoffe der Rhodiola die Ausschüttung einiger Botenstoffe im Gehirn, sogenannter Neurotransmitter, an. Diese dienen unter anderem der Verarbeitung von Informationen und deren Speicherung im Gehirn.

Außerdem enthält Rhodiola verschiedene antioxidative Stoffe, die die Gehirnzellen vor den schädlichen Einflüssen Freier Radikale schützen und den Energiestoffwechsel der Zellen verbessern. Rhodiola hilft also dabei, trotz Stress im Alltag, aktiv und produktiv zu bleiben.