Haarausfall MännerImmer wieder ein paar Haare in der Bürste brauchen Sie nicht zu beunruhigen. Es ist normal, täglich bis zu 100 Haare zu verlieren. Was ist aber, wenn es viel mehr sind? Was kann man tun, damit Haare kräftig und vital sprießen und wieder zur stolzen Krone des Hauptes werden? Ein völlig neues Behandlungskonzept mit der Kraft ätherischer Öle zeigt ermutigende Ergebnisse.

Jeder Mensch verliert dauernd Haare. Erfreulicherweise wachsen aber ständig neue Haare heran. Das normale Haarwachstum hängt von vielen Faktoren ab. Einerseits ist es genetisch und durch Hormone gesteuert, andererseits beeinflussen Ernährung, Stress, Medikamentenzufuhr und das physiologische Alter sein Wachstum.

Unsere Haare haben einen besonderen Lebenszyklus, der durchschnittlich 7 Jahre dauert. Etwa 85 % der Haare befinden sich in der aktiven Wachstumsphase. Die Haarpapille versorgt das Haar mit Nährstoffen und bringt es somit zum Wachsen. Dabei erhält das Haar auch seine Pigmente. Sie bestimmen die Haarfarbe.

Nach der Wachstumsphase kommt das Haar in die nächste Phase. In dieser verhornt das untere Ende des Haares im Follikel und das Haar wird in Richtung Kopfhautoberfläche geschoben. Es fällt aber nicht aus, weil es noch von den Haarwurzeln festgehalten wird. In dieser Phase befinden sich ständig bis zu 3 % aller Haare.

Anschließend kommt das Haar für ein paar Monate in die Ruhephase. Durch das nachwachsende Haar des nachfolgenden Zyklus wird es langsam aus dem Follikelkanal herausgeschoben und fällt schließlich beim Waschen oder Kämmen aus. Durch den natürlichen Lebenszyklus ist es normal, täglich bis zu 100 Haare zu verlieren. Es gibt im Leben aber immer wieder Phasen, in denen man auch deutlich mehr Haare verliert. Meistens gehen diese Zeiten rasch vorbei und das Haarwachstum normalisiert sich.

Wussten Sie, dass Blonde am meisten Haare am Kopf tragen? Sie besitzen durchschnittlich 150 000 Haare, Brünette 110 000, Schwarzhaarige ca. 100 000 und die Rothaarigen gar nur ca. 90 000.

Wann ist der Haarverlust aber nicht mehr normal

Wie anfangs erwähnt, kann der Haarverlust genetisch und hormonell bedingt sein und ist damit schwer zu beeinflussen.

Der kreisrunde Haarausfall, Alopecia areata, ist vermutlich eine Autoimmunerkrankung. Er kann aber auch auf massive psychische Belastungssituationen zurückzuführen sein.

Oft kann man auch eine Medikamenteneinnahme oder einen Mineralstoff- und Vitaminmangel für einen Haarausfall verantwortlich machen. Wenn z.B. wichtige Mineralstoffe fehlen, sieht man das am angegriffenen Zustand der Haare. Sie werden spröde und stumpf und das Haarwachstum ist gestört. Mit der Zeit können auch vermehrt Haare ausfallen. Gesunde, glänzende und kräftige Haare brauchen ausreichend Nährstoffe. Diese sollte die tägliche Ernährung in ausgewogener Menge liefern.

Bei schleichendem, dauerndem Haarausfall kommen seelische Probleme, Belastung durch Umweltgifte wie Quecksilber oder Pestizide, chemische Haarpflege- oder Färbemittel, aber auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Schilddrüsenfehlfunktionen als Ursache in Frage.

Vor allem Umweltgifte und Säuren aus falscher Ernährung scheinen bei vielen Menschen den Haarausfall zu begünstigen. Um im Körper einen Säureüberschuss zu neutralisieren, braucht unser Organismus besonders viele Mineralstoffe. Diese holt er sich, wenn die Zufuhr durch die Ernährung unzureichend ist, ausgerechnet aus dem Haarboden. Ob deshalb das Haar geschwächt wird und in der Folge verstärkt ausfällt, ist unserem Körper aber egal - ein prächtiges Kopfhaar ist für uns ja nicht lebensnotwendig.

Um einen geschwächten Haarboden wieder zu remineralisieren, wäre eine basische, überwiegend vegetarische, vitalstoffreiche Ernährung am besten geeignet. Oft muss man zusätzlich den Darm sanieren, der durch dauernde Fehlernährung auch nicht ganz richtig funktioniert und die zur Verfügung stehenden Nährstoffe nicht vollständig verwerten kann. Langsam dünner werdendes Haar kann auf einen Mangel an Vitamin D, Zink und Biotin oder an Aminosäuren wie z.B. Lysin hindeuten.

Ätherischen Ölen in der Behandlung von Haarausfall

Ätherischen Ölen in der Behandlung von HaarausfallVor einigen Jahren wurde in Schottland eine Studie über ätherische Öle in der Behandlung von Haarausfall durchgeführt. Ein Dermatologen-Team untersuchte in einer streng kontrollierten Doppelblind-Studie die Wirkung der Aromatherapie, einer definierten Mischung ätherischer Öle kombiniert mit Basisölen, bei kreisrundem Haarausfall.

Die Hauptwirkungen ätherischer Öle sind ihre durchblutungsfördernden, antibakteriellen, antimykotischen und antiviralen Eigenschaften. Aber auch ihr entspannender Effekt kann genutzt werden, um die Kopfhaut zu „lockern“. Und zuletzt sind die positiven Wirkungen ätherischer Öle auf die Psyche - ausgleichend, beruhigend, stärkend, stimmungsaufhellend - nicht unwichtig im Kampf gegen Haarausfall, der ja auch seelisch belastet.

An der erwähnten Studie haben 86 PatientInnen teilgenommen. Eine Gruppe massierte ihre Kopfhaut jeden Tag 2 Minuten lang mit der Mischung aus Lavendel-, Thymian-, Rosmarin- und Zedernöl in Jojoba- und Traubenkernöl.

Die Vergleichsgruppe verwendete nur die Basisöle Jojoba- und Traubenkernöl. Anschließend wurde der Kopf immer mit einem aufgewärmten Handtuch oder mit einer Duschhaube für mindestens 1 bis 2 Stunden, am besten über Nacht, abgedeckt. Danach wurden die Haare normal gewaschen.

Die Studie dauerte 7 Monate. In der Placebo-Gruppe verbesserte sich das Haarwachstum um ca. 15 %. Die Gruppe, die die Kopfhaut mit der Mischung aus ätherischen Ölen massierte, konnte sich über ein um 44 % verbessertes Haarwachstum freuen . Die TeilnehmerInnen waren begeistert. Es ist natürlich klar, dass die Behandlung viel Disziplin erfordert, sie ist aber angenehm, preiswert und nebenwirkungsfrei – mit Ausnahme von guter Laune mit entspannter Zuversicht!