Fit bis ins hohe AlterDurch Bewegung fühlen Sie sich in jedem Lebensabschnitt besser. Dabei kommt es nicht nur auf die Qualität, sondern auch auf die Quantität an.

Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems, bessere Durchblutung, gesunder Blutdruck, Vorbeugung gegen Arteriosklerose, Zunahme der Sauerstoffversorgung in Gehirn, Muskulatur und Gewebe, bessere Verdauung, Gewichtsregulation, höhere Knochendichte, Beweglichkeit und Belastbarkeit der Gelenke, erholsamer Schlaf, erhöhte Widerstandskraft gegen Infektionskrankheiten, gesteigertes Selbstwertgefühl, allgemein positivere Stimmung… Es gibt wohl kein anderes Allheilmittel für besseres körperliches und seelisches Wohlbefinden als – BEWEGUNG!

Sei es, weil Sie Ihre sportlichen Leistungen verbessern möchten, einige Kilos loswerden wollen oder um ganz einfach Ihre Lebensqualität zu steigern.

Gerade deswegen ist es hilfreich, sobald wie möglich damit zu beginnen, um im Alter davon zu profitieren.

Die Lösung für «unsportliche Menschen» ist ganz einfach: Sie brauchen zwei Grundvoraussetzungen, wenn Sie zu ausreichend Bewegung kommen wollen: Sie müssen sich feste Gewohnheiten schaffen und Sie müssen diese Gewohnheiten mit anderen Dingen verbinden.

Jeder zusätzliche Schritt ist ein Gewinn

Machen Sie Kniebeugen während des Zähneputzens, gehen Sie regelmäßige Strecken besonders schnell, stehen Sie beim Telefonieren auf, stellen Sie einen Heimtrainer vor Ihr Fernsehgerät, fahren Sie mit dem Rad ins Büro, benutzen Sie die Treppe statt des Aufzugs, selbst Gartenarbeit, wie Rasen mähen, kann eine «Ausdauersportart» sein.

Klassische Ausdauersportarten sind Laufen, Rad fahren und Schwimmen, aber auch Nordic Walking werden immer beliebter.

Hier gilt es die eigene Ausdauer zu verbessern, weil gleichartige Bewegungsabläufe über einen längeren Zeitraum regelmäßig umgesetzt werden. Ideal wäre es, 3-4 Mal pro Woche zu trainieren. Es geht nicht um Kraftaufwand wie beim Gewichte heben, sondern darum, durch kontinuierliche Steigerung Leistung abzurufen.

Durch das Regelmäßige und Ausdauernde hat man viel mehr Erfolg als durch die Schweißtreiberei in der Kraftkammer. Aber auch diese sollte bis zu einem gesunden Maße nicht vernachlässigt werden. Je größer der Muskel, desto mehr Energie braucht er und umso mehr Kalorien kann er verbrennen.

Wenn Sie die nötige Motivation zum Beginnen des Trainings gefunden haben, dann nichts wie rein in das Geschehen! Dabei sollten Sie auf jeden Fall beachten: Übermut tut selten gut - geben Sie sich Zeit.

Sich zu verausgaben, ist nur demotivierend und schadet dem Körper. Man schwitzt zwar fleißig, aber das Gewicht bleibt dasselbe. Sie gehen eine hohe Sauerstoffschuld ein, weil sie zu schnell oder zu lange trainieren und tun sich dabei nichts Gutes.

Außerdem ist es nicht zielführend, sich zu überfordern, denn dadurch verliert man auch die Lust am regelmäßigen Sport. Die schwierigste Frage für jeden Anfänger ist wohl, wie er sein Training startet, um sich selbst und seinem Körper Gutes zu tun. Abhilfe schafft eine sportmedizinische bzw. eine ärztliche Gesundenvoruntersuchung.

Auf- und Abwärmen ist ein fixer Bestandteil jedes gesunden Bewegungsprogrammes.

Beim Aufwärmen bringen Sie sich langsam in Schwung und bereiten die Muskulatur auf die Belastung im Hauptteil vor.

Beim Abwärmen wird der Erholungsprozess eingeleitet. Dehnungsübungen gehören sowohl zum Auf- als auch zum Abwärmen. Sie sind besonders wichtig zur Vorbeugung von Verletzungen. Auch der eine oder andere Muskelkater wird nicht ausbleiben, aber es darauf anzulegen ist wirklich nicht ratsam. Denn ein Muskelkater ist gar nichts anderes als ein sichtbares Zeichen kleiner Verletzungen/Risse in der Muskulatur, hervorgerufen durch ungewohnte Belastungen.

Egal, ob Sie mit 20 oder 50 Jahren mit Ihrem gezielten Training beginnen, Sie werden sich besser fühlen und die Bewegung bietet eine tolle Anti-Aging-«Vorsorge».

Zwischen 20 und 30 jahren alt

Zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr ist die körperliche Leistungsfähigkeit auf dem höchsten Stand.

Durch Ausdauersport senkt man den Ruhepuls, aber auch Muskelaufbau heißt jetzt die Devise.

Beginnen Sie mit einem gezielten, auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten, Bewegungsprogramm. Denn was Sie sich in dieser Lebensphase antrainieren, kann später nach Auszeiten schneller aktiviert werden.

Zwischen 30 und 40 jahren alt

Mit 30 bis 40 Jahren sollte man schon etwas gezielter trainieren. Mit Ausdauersportarten, wie etwa Laufen oder Rad fahren, rücken Sie überflüssigen Kilos zu Leibe und pumpen genügend Sauerstoff in Ihre Lunge.

Außerdem wird es immer wichtiger, die Muskeln zu trainieren, da sich sonst Fettmassen im Muskel einlagern. Beweglichkeit und Koordinationsvermögen hält man mit Ballsportarten fit. Stretching-Einheiten sollten nach jedem Training eingeplant werden, um die Elastizität und Geschmeidigkeit des Körpers zu erhalten und so die Verletzungsgefahr zu senken.

Zwischen 40 und 50 jahren alt

Zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr ist es natürlich möglich durch regelmäßiges Training Muskelkraft aufzubauen und beachtliche Effekte zu erzielen.

Dabei ist Ihre investierte Trainingszeit die beste Medizin gegen Probleme mit der Wirbelsäule oder den Gelenken und wirkt bei Frauen vorbeugend gegen Osteoporose. Um die Koordination zu verbessern, muss Reaktionsvermögen, Gleichgewicht, Orientierung oder Rhythmus gefördert werden. Ballspiele und Tanzen sind dafür besonders geeignet.

Zwischen 50 - 65 jahren alt

Für 50 bis 65 jährige sollte eine Verbesserung des Herz-Kreislauf-Trainings im Mittelpunkt stehen. Das bedeutet nicht, dass die Trainingszeit kürzer wird, sondern dass die Intensität dem Lebensalter angepasst werden soll.

Wer sich regelmäßig (2-3 Mal pro Woche) sportlich aktiv bewegt, unterstützt sein Herz-Kreislauf-System und beeinflusst den Cholesterinspiegel positiv. Ausdauersport wie Rad fahren, Nordic Walking oder Schwimmen entlastet dabei die Gelenke.

Wer rastet, der rostet!

65+

Ab dem 65. Lebensjahr macht sich dieses Sprichwort in der Tat intensiv bemerkbar. Gemeinsames Wandern oder Nordic Walking in der Gruppe macht mehr Freude und motiviert.

Spezielle Gymnastikstunden für 50+ werden angeboten und sind vom Trainingsplan nicht mehr wegzudenken. Sich zu bewegen soll Spaß machen.

Ein ausgewogenes Trainingsprogramm muss einen fixen Platz in der Woche einnehmen und wird dazu beitragen, die biologische Uhr ein Stückchen zurückzudrehen.