Du bist, was du isst. Diese alte Weisheit kennen Sie bestimmt. Aber haben Sie schon einmal bewusst darauf geachtet, was Ihr Kind während eines Tages isst? Denn als Mutter oder Vater tragen Sie für die Ernährung Ihrer Knirpse eine große Verantwortung.

Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung sorgt dafür, dass Ihre Schätze gesund bleiben und sich konzentrieren können. Nährstoffreich bedeutet, dass die Mahlzeiten genügend Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten sollten.

Was hat die Ernährung mit dem Lernen zu tun

Es gilt zahlreiche Studien über den Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Schulleistung von Kindern. Denn gut lernen kann nur jemand, der motiviert ist und sich konzentrieren kann. Und eben diese Eigenschaften werden durch die Ernährung stark beeinflusst.

Daher ermöglicht nur eine optimale Ernährung auch eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung.

Richtige Abstände zwischen den Mahlzeiten

Nicht nur was, sondern auch wann Kinder essen spielt eine Rolle. Denn die Zeitabstände zwischen den einzelnen Mahlzeiten wirken sich auf das Verhalten und die Leistungen aus. Wenn Kinder kein Frühstück zu sich nehmen, können sie sich in der Schule nachweislich schlechter konzentrieren. Zudem sinkt der Blutzuckerspiegels und sie können sich einer Aufgabe nur für kurze Zeit widmen.

Gibt es dann auch keine Jause, haben Kinder beim Heimkommen einen Bärenhunger. Sie können auch unterzuckert sein. Das schlägt sich dann in psychischen Verstimmungen bis hin zu Aggressivität nieder. Wenn Kinder falsch oder mangelhaft ernährt werden, kann es zu Störungen im Verhalten und schlechten Leistungen in der Schule kommen.

Was sagen Studien über die Ernährung unserer Kinder

Studien belegen, dass der Großteil der Kinder zu viel Fleisch, Wurst und Zucker isst. Komplexe Kohlenhydrate kommen leider viel zu selten auf den Tisch. Dazu zählen Kartoffeln oder Getreide. Dadurch bekommen Kinder nicht genug Vitamine, Mineralstoffe und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie nehmen auch zu wenig Ballaststoffe zu sich.

Zudem steckt in vielen Getränken und Süßigkeiten Zucker, ohne dass wir es ahnen. Beliebte Speisen wie Chips, Pommes oder Wurst enthalten hingegen viel Fett und Cholesterin. Dadurch wird bereits in Jugend der Grundstein für späteres Übergewicht gelegt.

Eine zu fettige und süße Ernährung kann auch zu Übergewicht, Herzkrankheiten und Bluthochdruck im Erwachsenenalter führen. Trotz einem Überangebot an Nahrungsmitteln mangelt es vielen Kindern und Jugendlichen an wichtigen Nährstoffen.

Wie wirkt sich der Mangel an essentiellen Nährstoffen aus

Während Kinder wachsen, haben sie einen großen Bedarf an Energie und Nährstoffen. Für die Konzentration und Lernfähigkeit benötigen Kinder eine ausgewogene Versorgung mit allen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Am häufigsten mangelt es Kindern an B-Vitaminen, Folsäure und Vitamin C. Auch Eisen, Kalziumund Zink wird in zu geringen aufgenommen.

Eine falsche Ernährung kann daher zur Beeinträchtigung des Wachstums und der körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Folgen können aber auch eine schwache Immunabwehr sowie Verhaltens- und Koordinationsstörungen sein. Die gute Nachricht ist, dass sich all diese Erscheinungen durch eine Änderung der Ernährung verbessern lassen. Es gibt viele Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen Mikronährstoffen und den Leistungen in der Schule.

So wurde festgestellt, dass Eisenmangel zu einer verminderter Aufmerksamkeit führt. Außerdem sind die Ausdauer und die Schulleistungen schlechter. Auch die Reizbarkeit und Antriebslosigkeit können erhöht sein. Wenn Kindern Magnesium oder Calcium fehlt, kommt es hingegen oft zu einem hyperaktives Verhalten. Auch ängstliche Ruhelosigkeit und Lernstörungen können auftreten. Es wurde auch beobachtet, dass Kinder mit einem Zinkmangel reizbar, weinerlich und mürrisch waren.

Hilfreiche Tipps für die richtige Ernährung von Kindern

  • Um Ihnen beim Erstellen des täglichen Speiseplans zu helfen, haben wir für Sie ein paar Tipps gesammelt.
  • Ersetzen Sie Süßigkeiten mit Früchten, Obstsalat oder Desserts aus Topfen und Joghurt.
  • Planen Sie genügend Zeit für ein gesundes Frühstück ein.
  • Bauen Sie die Lieblingsgerichte Ihrer Kinder immer wieder in den Menüplan ein.
  • Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, wie viel es essen möchte.
  • Setzen Sie essen weder als Strafe noch als Belohnung ein.
  • Essen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern. Vermeiden Sie auch Nebenbeschäftigungen.
  • Ideal für Kinder sind mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt.
  • Versuchen Sie eine möglichst vielfältige Ernährung anzubieten.
  • Kindgerechte Portionen machen den Kleinen gesundes Essen schmackhaft.
  • Lassen Sie Ihre Kinder bei der Zubereitung der Mahlzeiten mithelfen.
  • Ersetzen Sie stark zuckerhaltige Getränke mit Wasser, verdünnter Fruchtsäften und Tees.
  • Setzen Sie Milchprodukte aufs Menü. Milch, Topfen, Joghurt und Käse sind optimal für Kinder.
  • Verwenden Sie Fette und Öle sparsam. Sichtbares Fett sollten Sie entfernen.
  • Fast Food sollte nur selten auf den Tisch kommen.
  • Ein bis zwei Mal pro Woche sollte Fisch auf dem Speiseplan stehen.
  • Auch Getreide und Kartoffeln sollten Sie Ihren Kindern oft anbieten.
  • Das Gleiche gilt für Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst.
  • 5 Portionen von oben erwähnten Nahrungsmitteln sollten wöchentlich auf dem Teller landen.