Aminosäure L-LysinDer menschliche Körper besteht zu einem großen Teil aus Eiweiß oder auch Protein.

Eiweiße sind Bestandteile der Zellen, bilden Muskeln und Knochen, transportieren lebenswichtige Stoffe und vieles mehr.

Jedes Eiweiß wird aus verschiedenen Aminosäuren zusammengesetzt. Teilweise vermag unser Körper diese Aminosäuren selbst herzustellen, teilweise ist er auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Jene Aminosäuren, die der menschliche Körper nicht selbst herstellt, nennt man essentielle Aminosäuren.

Die Aminosäure L-Lysin zählt zu diesen essentiellen Aminosäuren.

Besonders in Schwangerschaft und Stillzeit ist eine ausreichende Versorgung mit der Aminosäure L-Lysin wichtig.

Sie fördert das Knochenwachstum und die Zellteilung. Zudem spielt die Substanz eine wichtige Rolle bei der Wundheilung, da sie am Aufbau des Kollagens (Baustein des Bindegewebes) beteiligt ist und die Zellteilung anregt.

Bei einem Mangel – egal in welchem Alter – kann es zu einer verringerten Enzymaktivität, Wachstumsstörungen und einem geschwächten Immunsystem kommen.

Bei der Behandlung und Vorbeugung von Fieberblasen hat L-Lysin eine besondere Bedeutung.

Man vermutet, dass L-Lysin die Aminosäure L-Arginin von ihrem Platz verdrängt. Herpes-Viren, die Verursacher der Fieberbläschen, benötigen dieses L-Arginin zu ihrer eigenen Vermehrung.

Wenn Arginin von Lysin verdrängt wird, können sich die Herpes-Viren nur langsam bzw. nicht mehr vermehren und die Ausbreitung der Virus-Infektion wird gestoppt. Die Einnahme von L-Lysin kann mit gutem Erfolg auch vorbeugend erfolgen.

Wie entstehen Fieberblasen? Kann man sich vor ihnen schützen?

Fast die Hälfte aller Österreicher ist hin und wieder von Fieberblasen betroffen – Frauen fast doppelt so häufig wie Männer.

Der Verursacher von Fieberblasen ist das Herpes simplex Virus Typ 1. Fast jedes Kleinkind macht irgendwann in seiner Entwicklung eine Infektion mit dem Herpes simplex Virus Typ 1 durch, etwa 99 % von ihnen ohne jedes Krankheitszeichen.

Nur bei etwa jedem hundertsten Kind bilden sich, als sichtbares Zeichen einer Herpes-Infektion, die bekannten Bläschen.

Erst ein geschwächtes Immunsystem kann zum Wiederauftritt der Symptome führen.

Nach dieser Erstinfektion bleiben die allermeisten Menschen von Erkrankungen mit dem Herpes simplex Virus (HSV 1) verschont, obwohl die Viren in uns bleiben. Sie nisten sich in Nervenzellen ein. 90 % aller Österreicher tragen das Herpes simplex Virus in sich.

In den Nervenzellen können die Viren Jahre oder gar Jahrzehnte unbemerkt bleiben. Erst wenn unser Immunsystem stark geschwächt ist, werden die Viren wieder aktiv und wandern entlang der Nervenbahnen in die Haut- und Schleimhautzellen der Mundwinkel und Lippen, beziehungsweise in die Haut im Taillenbereich.

Ein Auftritt im Bereich der Taille ist die Gürtelrose.

Wenn die Viren aktiv werden, vermehren sie sich stark und verursachen zuerst brennende Schmerzen, Spannungsgefühl, Juckreiz, anschließend kommen Bläschen mit klarem Inhalt zum Vorschein.

Diese Bläschen trocknen nach einiger Zeit, meist von selbst, wieder ab und hinterlassen keine Narben. Wenn die Lippe verheilt ist, ziehen sich die Viren in den Organismus an ihre Nervenzellen zurück. Sie verhalten sich dort so lange ruhig bis das Immunsystem wieder eine Schwäche zeigt.

Was kann eine Herpes-simplex Infektion auslösen?

Auslöser für eine erneute Herpes-Infektion können grippale Infekte, starke Sonnenbestrahlung, psychische (Stress, Ängste) oder hormonelle Einflüsse (Menstruation, Schwangerschaft) sein.

Auch manche Medikamente können eine Infektion begünstigen. Solange aber die Körperabwehr nicht geschwächt ist, kommt es eigentlich nie zu einem Ausbruch der Fieberblasen.