VerstopfungMan geht davon aus, dass ca. 20% der Menschen in den Industrieländern zumindest zeitweilig unter Verstopfung leiden.

Es gibt keine allgemein gültige Definition für Verstopfung. Für einen ist 2mal täglich normal, für den anderen reicht 2mal in der Woche. Es kommt stark darauf an, ob sich der/die Betroffene wohl dabei fühlt.

Wenn man aber immer nur unter großer Anstrengung kann, der Stuhl hart und trocken ist oder man ständig ein unangenehmes Völlegefühl im Unterbauch hat, dann sollte man jedenfalls an Verstopfung oder Darmträgheit denken.

Bauchmuskeln straffen

Die erste Gegenmaßnahme ist auf jeden Fall mehr Bewegung, um die Bauchmuskulatur zu stärken.

Normalerweise arbeitet die Muskulatur von Bauch und Darm schwer und angestrengt bei der Verdauung.

Wenn die Bauchmuskulatur wegen mangelnder Bewegung aber schlaff und untrainiert ist, kann sie den Darm nicht ausreichend unterstützen. Die Funktionstüchtigkeit des Darmes ist eingeschränkt.

Mehr trinken

2 Liter Flüssigkeit pro Tag sollte man schon trinken, um den Stuhl weich zu erhalten. Sonst wird der Stuhl hart und trocken. Man muss auf der Toilette pressen – das begünstigt übrigens auch die Entstehung von Hämorrhoiden.

Daher: Ausreichend zu trinken ist eine wichtige Voraussetzung für eine problemlose Verdauung.

Ballaststoffreiche Ernährung

Der dritte Punkt ist eine ballaststoffreiche Ernährung. Ballaststoffe sind für ein ausreichendes Stuhlvolumen und eine gesunde Verdauung von entscheidender Bedeutung.

Tipps zur richtigen Ernährung bei Verstopfung finden Sie auf der entsprechenden Seite.

Abführmittel

Abführmittel – Ausnahme Lactulose (z.B. Bifiteral) und lösliche Ballaststoffe (z.B. Laxasoft) - und Abführtees sind ein heikles Kapitel.

Sie führen allesamt dazu, dass sich unser Darm an sie gewöhnt. Er benötigt mit der Zeit immer mehr von ihnen. Der Darm kommt eines Tages gar nicht mehr ohne Abführmittel aus. Daher eignen sich Abführmittel niemals für eine dauernde Anwendung, sondern bestenfalls als Anstoß oder als Kurzzeitmassnahme, z.B. im Urlaub.

Meist kann man die Verstopfung mit ein bisschen Geduld und einer entsprechenden Anpassung der Ernährungsgewohnheiten ganz gut in den Griff bekommen.