Nikotinersatztherapie - Rauchen abgewöhnenReines Nikotin ist eine Substanz, die im Vergleich zu den anderen giftigen und krebserregenden Inhaltsstoffen des Tabakrauches, gesundheitlich so gut wie unbedenklich ist.

Diese Einschätzung des Nikotins ist der Ansatzpunkt der Nikotinersatztherapie.

Dabei bekommt der Körper reines Nikotin und man versucht dann langsam die Menge zu verringern.

Auf diese Art sollen die Entzugserscheinungen - der Körper eines Rauchers ist ja gierig nach Nikotin – vermindert und das Aufhören erleichtert werden.

Für die Zufuhr des reinen Nikotins gibt es mittlerweile einige Wege, bzw. Medikamente.

Jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Und weil auf diesem Gebiet ständig weiter geforscht wird, wird es auch immer wieder Neuigkeiten geben.

Tipps zum Rauchen abgewöhnen

  • Wissen Sie, dass ca. 28% aller Österreicher Raucher sind?
  • Wissen Sie, dass pro Jahr ca. 12.000 Österreicher (das entspricht ungefähr der Gesamtbevölkerung von Eisenstadt) an den Folgen des Rauchens sterben?
  • Wissen Sie, dass Raucher um durchschnittlich 12% kürzer leben, als Nichtraucher?
  • Wissen Sie, dass ein Nichtraucher, dessen Lebenspartner Raucher ist, durch´s passive Mitrauchen ein ca. 30% höheres Herzinfarktrisiko hat?
  • Wissen Sie, dass das Nikotin selbst fast nichts zu den schädlichen Auswirkungen des Rauchens beiträgt?
  • Wissen Sie, dass mehr als 85% der Menschen, die an Lungenkrebs erkranken, Raucher sind?
  • Wissen Sie, dass Ex – Raucher erst 10 Jahre nach der letzten Zigarette, dasselbe Risiko an Lungenkrebs zu erkranken haben, wie Nichtraucher?

Wir helfen gerne beim Aufhören

  • Wählen Sie ganz bewusst vorher einen bestimmten Tag für den Start aus.
  • Brechen sie mit Gewohnheiten, von denen Sie wissen, dass Sie bei dieser Gelegenheit immer rauchen.
  • Vielleicht haben Sie Glück und jemand hört mit Ihnen gleichzeitig auf.
  • Entfernen Sie alle Utensilien, die an´s Rauchen erinnern – ein leerer Aschenbecher ist immer eine stille Aufforderung zum Rauchen.
  • Wenn es Sie nach einer Zigarette drängt, versuchen Sie rasch etwas anderes anzufangen – Ablenkung ist in dieser Phase enorm wichtig.
  • Beginnen Sie Entspannungsübungen.
  • Belohnen Sie sich mit dem ersparten Geld.
  • Bereiten Sie sich auf mögliche Rückfälle vor – das passiert jedem, und Rückschläge sind da, um besiegt zu werden.

Das bringt´s, wenn Sie´s schaffen:

  • Schon nach 20 Minuten sinkt der Puls und der Blutdruck auf normale Höhe.
  • Nach 8 Stunden normalisiert sich der Sauerstoff- und Kohlenmonoxidspiegel im Blut.
  • Nach 24 Stunden reduziert sich bereits das Herzinfarktrisiko.
  • Nach längstens 3 Monaten stabilisiert sich der Blutkreislauf und Sie atmen wieder freier.
  • Nach 5 Jahren reduziert sich das Lungenkrebsrisiko auf die Hälfte.

Rauchen aufhören: Medikamente und Nikotinprodukte

Nikotinkaugummi

Vorteil: man hat etwas im Mund und spürt das Nikotin dort, wo man´s beim Rauchen auch spürt.

Nachteil: für viele, der unangenehme, kratzende Eigengeschmack des Nikotins.

Nikotinpflaster

Vorteil: Nikotinpflaster sind sehr diskret und unauffällig anzuwenden, die Nikotinfreisetzung erfolgt gleichmäßig.

Nachteil: manchmal gibt´s lokale Hautreizungen.

Nikotininhalator

Vorteil: diese Art der Nikotinersatztherapie ist dem Rauchen am ähnlichsten, viele Ex-Raucher berichten, dass es für Sie wichtig war, etwas in den Fingern zu halten.

Nikotinsublingualtabletten zum «UnterderZungezergehenlassen»

Vorteil: sehr diskret in der Anwendung und gut individuell dosierbar – man nimmt einfach eine Tablette, wenn einem danach ist und wenn man Nikotin braucht.

Nachteil: am Beginn der Therapie brennt manchmal die Zunge.

Das lohnt sich doch!